Lebenskrisen überwinden

Krisen im Leben (Trennung, Umzug, Arbeitsplatzverlust) können zu einer Anpassungsstörung führen.

Anpassungsstörung nennt man einen Zustand, wenn Sie auf neue Lebensumstände mit Symptomen reagieren, die länger als 3-4 Wochen andauern.

Kurz: Es geht um Lebenssituationen, die Sie überfordern.

Um welche Situationen geht es?

Theoretisch kann jedes Ereignis überfordernd wirken. Anders als bei anderen psychischen Beschwerden liegt bei einer Anpassungsstörung immer ein eindeutiges auslösendes Ereignis vor. Auslöser der Anpassungsstörung sind keine schweren traumatischen Erlebnisse, sondern Krisen und belastende Lebensveränderungen. Wie belastend ein Umstand empfunden wird, hängt von Ihrer Persönlichkeit und Ihren Lösungskompetenzen ab. Ereignisse, die Menschen aus "der Bahn" werfen können sind z.B.

  • Umzug
  • Schulwechsel
  • Arbeitsplatzverlust, Arbeitsplatzwechsel
  • Geburt eines Kindes
  • Trennung
  • Körperliche / psychische Krankheit eines Familienmitgliedes
  • Tod eines Angehörigen
  • Mobbing
  • individuelle Gründe, für die Sie zur Zeit keine Ressourcen frei haben

Woran erkennt man Überforderung?

Das Gefühl von Überforderung schleicht sich langsam ein. Es passiert etwas Besonderes, mit dem Sie zunächst zurecht kommen. Wenn jetzt noch weitere belastende Umstände hinzukommen, kann sich eine Anpassungsstörung entwickeln. Differentialdiagnostisch ist die Abgrenzung zu einer Depression zu Beginn des Bemerkens schwierig.

Symptome einer Anpassungsstörung:

  • Sorgen, Ängste
  • das Gefühl, sich häufig ausruhen zu müssen
  • Infektanfälligkeit
  • Rückzug
  • Gereiztheit
  • Stress
  • depressive Gefühle
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Schmerzen und Muskelverspannungen

Sobald Sie länger als einige Wochen nach Eintritt des Ereignisses immer noch unter Symptomen leiden, sollten Sie Hilfe in Anspruch nehmen.

Meine Vorgehensweise

Das therapeutische Gespräch dient der Ursachenfindung, warum das Ereignis Sie belastet und was Sie brauchen, um gelassener mit den Umständen umgehen zu können. Das System, innerhalb dem Sie sich befinden (Familie, Wohnort, Beruf, Kollegen...) wird auf Belastungen und auf für Sie blockierende Einlfüsse untersucht. Negative Überzeugungen werden verändert. Konkrete und realistische Lösungsschritte werden gemeinsam erarbeitet.

Wir finden Lösungen

  • Welche Gedanken ziehen Sie hinab?
  • Welche Situation ist so unerträglich?
  • Wo finden Sie Ausgleich?
  • Welche Einstellungen geben Ihnen Gelassenheit und Kraft zurück?

Weiter zu meiner Vorgehensweise

 

Angst und Panik lindern

Wenn nachfolgend von Angst gesprochen wird, ist die langfristig belastende Emotion gemeint. Eine gewisse Sorge oder Angst in bestimmten Situationen ist angemessen und normal.

Der Teufelskreis der Grübelei

Menschen mit einer Angst- oder Panikstörungen stecken in einem Kreislauf, der immer weiter das Leben einengt. Die Erwartungsangst (Angst davor, Angst zu bekommen) führt oft in Isolation und bringt dadurch weitere Probleme mit sich. Neben dem Gefühl von "Angst" kommen häufig zusätzliche Symptome vor, wie Schwitzen, Schwindel, Atemnot, Brustenge, Unruhe, Schlafprobleme und depressive Verstimmungen.

Ängste schützen uns vor unüberlegten, gefährlichen Handlungen und befähigen uns, in Notsituationen blitzschnell zu handeln. Eine gesunde Portion Angst ist normal. Ein gesundes Maß an Angst ist individuell unterschiedlich.  Wenn Sie aber Angst zu oft und zu stark wahrnehmen, lähmt sie. Die angstauslösenden Situationen werden gemieden. Dies ist der Zeitpunkt, ab dem Sie sich Hilfe suchen sollten. Angststörungen kann man vor vielen Dingen entwickeln:

  • Angst vor Erbrechen, vor Krankheiten
  • Angst vor großen Plätzen
  • Angst vor engen Plätzen
  • Angst vor Kontrollverlust
  • Angst vor Situationen , aus denen man nicht "flüchten" kann
  • Prüfungsangst
  • Redeangst
  • Angst vor bestimmten Personen
  • Soziale Angst (Angst vor Bewertung)
  • Isolierte Ängste vor Dingen, Tieren, Gegenständen
  • Diffuse Angst (dauerndes Angstgefühl mit innerer Unruhe)
  • etc

Angst und Verdrängung

Ich bezeichne o.g. Ängste als irrational, weil sie keine Lebensbedrohung darstellen. Sie werden aber ähnlich stark wahrgenommen  und so interpretiert.

Ängste haben Ursachen: Ängste können antrainiert sein. Das Kind einer Mutter, die bei Betrachten einer Wespe heftige Schreianfälle bekommt, überträgt diese Reaktion auf Personen, die dies mit ansehen (gerade Kinder sind für diese Form der Angstentstehung empfänglich). Ängste können durch Katastrophendenken gesteuert/vergrößert werden, indem Sie sich ausmalen, was alles passieren könnte. Dadurch entsteht Erwartungsangst. Ein weiterer Katalysator von Angst ist Verdrängung von Gefühlen, die negative Erinnerungen hervorrufen. Jede Form von emotionaler Unterdrückung führt zu Krisen und letztlich Symptomen. Ein Teufelskreis beginnt.

Lösungsschritte

Wo im Leben sind Sie nicht authentisch? Privat, beruflich hinsichtlich Ihrer Beziehung oder zu sich selbst. Was hindert Sie an einem erfüllten Leben? Im Gespräch finden wir heraus, ob Erlebnisse aus Ihrer Vergangenheit an Ihrer Gefühlswelt heute beteiligt sind. Im Austausch und Reflexion Ihrer Erlebnisse und der damit zusammenhängenden Gefühle liegen Möglichkeiten zur nachträglichen Bearbeitung.

Formen von Angst

Generalisierte Angststörung: Das ist eine umfassende anhaltende Angst, die nicht auf bestimmte Situationen in der Umgebung beschränkt ist, sondern von ständigem Besorgtsein, dass etwas passieren könne. In schweren Fällen ist neben psychotherapeutischen Interventionen, wie ich sie anbiete, der (zumindest zeitweise) Einsatz von Psychopharmaka zu diskutieren.

Soziale Phobie: Schwere Form von Schüchternheit. Die Angst vor Beobachtung, Bewertung und Blamage. Betroffene haben Angst, prüfend von anderen Menschen gemustert zu werden. Bei einer Therapie hängt sehr viel von Ihrer Motivation und Mitwirkung ab, mutig und entschlossen Schritte der Entwicklung zu wagen.

Spezifische Phobien: Am häufigsten wohl vor Insekten, Hunden, großen Höhen, Fahrstühlen, Blut, etc. Allein der Gedanke an das Objekt oder eine Situation löst Stresssymptome und Angst aus. Isolierte Phobien sind mit einer Mischung aus Gesprächstherapie und EFT effektiv behandelbar.

Panikstörung / Panikattacke: Die „Panikattacke“ tritt für kurze Zeit und (scheinbar) ohne Bezug zu einer besonderen Situation auf. Wiederkehrende Panikattacken sind das wesentliche Kennzeichen einer Panikstörung, die mit heftigsten Symptomen einhergehen kann. Meistens tritt eine Panikstörung in Verbindung mit einer anderen Grundstörung auf.

Möchten Sie noch mehr über Panikstörungen erfahren, verweise ich Sie auf meinen diesbezüglichen Blogartikel.

Depressionen | Burnout lindern

Leider wird eine Depression in unserer Gesellschaft immer noch als „Schwäche“ interpretiert, wogegen ein „Burnout“ als Zeichen beruflicher Stärke steht. Beide Beschwerdebilder kommen bei Männern häufiger vor, als bei Frauen. Depressive Episoden und Symptome eines Burn-, bzw. Boreouts (chronische Unterforderung mit dem Gefühl von Sinnlosigkeit) haben ähnliche Symptome:

Sie fühlen sich niedergeschlagen und haben keine Freude mehr an Dingen, für die sie sich zuvor begeistert haben. Sie fühlen sich erschöpft, antriebslos, können sich schlecht konzentrieren und grübeln viel ? Auch die Lust auf sexuelle Aktivitäten leidet. Körperlich bauen Sie ab, sind müde und ziehen sich zurück.

Da viele aus Scham über ihr Leiden schweigen, kann eine depressive Phase unbehandelt in eine chronische Depression münden.

Zu Beginn steht der Befund. Oben genannte Symptome kommen bei sehr unterschiedlichen "Störungen" vor, die dann unterschiedliche Herangehensweisen erforderlich machen.

Gemeinsam betrachten wir Ihre Geschichte, suchen nach blockierenden, abwertenden Denkmustern und belastenden äußeren Umständen. Wir schauen, was für Sie wichtig im Leben ist und entwickeln neue Strategien, mit denen Sie sowohl ihre beruflichen, als auch privaten Herausforderungen gelassener gegenüberstehen. Wer in Ihrem System ist nicht "gut" für Sie?

Hier gelangen Sie zum Artikel, wie Sie ihr Selbstvertrauen stärken können, hier geht es zu meiner Vorgehensweise

Trauma und PTBS verarbeiten

Traumatische Situationen werden durch typische Eigenschaften begleitet: das Ereignis übersteigt das "normale" Vorstellungsvermögen, man fühlt sich hilf- und machtlos und es gibt keine Fluchtmöglichkeit. Dabei muss es sich nicht um ein einmaliges Schockerlebnis handeln, sondern – und das trifft sehr viel häufiger zu – auf belastende Situationen in der Kindheit und Jugend.

Es gibt Menschen, die schaffen es aus eigener Kraft, neue Lebenkraft zu schöpfen und können gut mit dem Erlebten weiterleben. Die meisten Betroffenen wollen sich jedoch nicht mit der Situation auseinander setzen, da Sie sich vor den schmerzvollen Emotionen fürchten. Sie werden Meister im Verdrängen. Eine posttraumatische Belastungsstörung kann sich nach einem schocktraumatischen Erlebnis entwickeln. Sozialer Rückzug, Flashbacks und Ängstlichkeit stehen im Vordergrund. Bei entwicklungstraumatischen Prozessen dagegen wird die Fähigkeit gestört, mit sich und der Umgebung ein vertrauensvolles Miteinander aufzubauen, Misstrauen, und Schuldgefühle sind häufig.

Woran merkt man, dass die Vergangenheit nicht verarbeitet worden ist?

Wenn Sie durch ein beiläufiges Gespräch, ein Geräusch oder eine Handlung "aus dem Nichts" heftige Emotionen wahrnehmen. Betroffene bekommen Angst vor Dingen, die mit dem Erlebten im Kontext stehen und ziehen sich vermehrt zurück.

Symptome bei einer PTBS und bei Entwicklungstrauma sind:

  • Panikattacken
  • Schreckhaftigkeit
  • Angst
  • Schwindel
  • Schmerzen
  • Kribbeln in Armen und Beinen
  • Gefühl der Brustenge
  • Entwicklung von Depressionen
  • Gefühl von Schuld und Scham
  • Rückzug und Meiden von bestimmten Situationen
  • Innere Unruhe

Schmerzvolle Erlebnisse werden verdrängt, damit man Sie nicht mehr fühlen muss

Verdrängung ist zunächst eine kluge Sache. Durch Ablenkung trickst man seine Gefühle aus. Man muss sich nicht mehr mit den inneren Bildern auseinandersetzen. In Fällen schwerer Traumatisierung dissoziieren Betroffene. Dissoziieren ist das Abspalten bestimmter Gefühlsanteile als Schutzreaktion. Irgendwann wird jeder von der Vergangenheit eingeholt und wird sich mit den Erlebnissen und Gefühlen auseinandersetzen müssen. Ich helfe Ihnen dabei alte Wunden allmählich zu verarbeiten.

Lösungswege

"Dem Unaussprechlichen eine Stimme geben."

Betroffene brauchen das Gefühl in Sicherheit zu sein. Das reine kognitive Wissen, dass das Ereignis vorbei ist, reicht nicht aus, weil der Schreck "verkörpert" ist. Durch traumatherapeutische Methoden kann das Gefühl von Sicherheit gestärkt werden. Ziel sollte sein, dass Sie das Erlebnis als Teil Ihrer Geschichte akzeptieren, die Gedanken und die damit in Verbindung stehenden Gefühle integrieren und ohne Angst fühlen können.

Lesen Sie mehr über die Behandlung von Entwicklungstrauma und Vergangenheitsbewältigung

Denkmuster ändern

Kennen Sie auch die Sätze "Zieh dir eine Jacke an, sonst erkältest du dich", "Niemals kann ich ein Referat vor einer Gruppe halten" oder "Mädchen fluchen nicht"? Wir haben hunderte solcher Denk- oder Glaubenssätze in uns abgespeichert. Wir haben Sie von unseren Eltern übernommen oder sind durch eigene (falsche) Überzeugung darauf gestoßen und sie verinnerlicht. Glaubenssätze beeinflussen unser Denken und Tun, können uns aber auch blockieren.

„Glaubenssätze“ beschreiben tief verankerte Überzeugungen von Ihnen. Glaubenssätze haben große Auswirkungen auf die Wahrnehmung der Realität. Sie sorgen dafür, welche Wertungen und Interpretationen Sie Ihrem Leben zuschreiben. Glaubenssätze wirken unbewusst. Das ist problematisch, denn sie können nicht ohne Weiteres allein durch den Verstand geändert werden (sicherlich durch Lernprozesse, aber das dauert sehr lange) Wenn Sie sich Ihre Glaubenssätze nicht im Laufe des Lebens bewusst machen und diese eventuell von negativen in positive Überzeugungen umwandeln, können sie Sie Ihren beruflichen Erfolg sowie Ihr privates Glück beeinflussen. Sie kennen das Phänomen der selbsterfüllenden Prophezeiung. Lassen Sie uns Ihre blockierenden Glaubensmuster oder negativen Überzeugungen herausfinden und sie verarbeiten.

Selbstvertrauen stärken

Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein entwickeln sich im Laufe Ihres Lebens. Diese Eigenschaft prägt Ihre Persönlichkeit, Ihre Art zu denken und zu Handeln. Ein geringes Selbstvertrauen kann Sie in Ihrer Entfaltung hindern und Handlungen blockieren. Sie haben sich entschieden, daran zu arbeiten und Mut in Ihr Leben zu lassen.

Was ist gesundes Selbstvertrauen?

  • Wenn Sie Ihre eigene Meinung offen, gelassen und ehrlich mitteilen können
  • Wenn Sie mit Kritik konstruktiv umgehen können (und keine "beleidigte Leberwurst" sind)
  • Wenn Sie Handlungen ohne Furcht vor "Gesichtsverlust" ausführen

Die Ursachen mangelnden Selbstvertrauens sind vielfältig. Die Auswirkungen ebenfalls.

Woran erkennen Sie, dass Sie an sich arbeiten sollten?

  • wenn Sie kleinste Kritik völlig aus der Verfassung bringt, sie aggressiv macht, sie sich Isolieren, Stress und Unruhe empfinden
  • wenn Sie sich in Anwesenheit von "höhergestellten" Personen klein fühlen
  • wenn Sie Überkompensieren, also durch materielle Dinge versuchen, Ihren Selbstwert aufrecht zu halten
  • wenn Sie Angst vor Fehlern haben
  • Wenn Sie sich für Missgeschicke die Schuld geben

Wir arbeiten daran, dass Sie
- offen und ehrlich Ihre Meinung anderen mitteilen können
- Urvertrauen in sich und Ihre Fähigkeiten besitzen
- sich trauen, positive und negative Gefühle zuzulassen ohne Gefühle von Kleinheit, Wut und Selbsthass

Psychotherapie zum Aufbau eines gesunden Selbstvertrauens

Wenn Sie Ihre Bedürfnisse zurückstecken, weil Sie Konfrontationen aus dem Weg gehen möchten, werden wir daran arbeiten, dass Sie mutiger werden. Erinnerungen und Gedanken, die Sie innerlich "klein" machen, werden verarbeitet. Wir arbeiten daran, dass Sie zur Überzeugung gelangen, Fehler als menschliche Eigenschaft zu sehen und nicht als persönliche Schwäche.

Wir werden Lösungen finden, wie Sie künftig mit Kritik und Rückschlägen umgehen werden.
Für mehr Informationen lesen Sie gerne auch meine Blogbeiträge zum Thema "Aufbau von Selbstvertrauen"

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