Wie arbeite ich?

Ganzheitliche Psychotherapie

Rein kognitive Prozesse stoßen Veränderungen vergleichsweise langsam an. Unter Ganzheitlicher Psychotherapie verstehe ich die Einbeziehung aller für Sie und Ihr Anliegen wichtiger Elemente. Das sind neben Gedanken und externer Faktoren auch Ihre antrainierten Verhaltensweisen oder Denkmuster. Manchmal reichen einige Sitzungen bereits aus, damit Sie Ihr Anliegen selbstständig lösen können, in anderen Situationen ist eine längerfristige Behandlung zielführender.

Unter Ganzheitlichkeit verstehe ich aber auch, falls nötig,  Hilfestellung bei der Suche nach Fachärzten, Begleitung durch schwere Phasen, detaillierte Erläuterung von Befunden und Diagnosen, Tipps im Umgang mit Behörden, Ärzten sowie bei Bedarf Mithilfe beim Verstehen von Wirkungen und Nebenwirkungen von Medikamenten. Wir bewegen uns durch den Prozess in Ihrem Tempo. Diskretion und Verschwiegenheit sind ein hohes Gut und werden von mir sehr ernst genommen.

Gesprächstherapie

Gesprächstherapie

Die Basis einer therapeutischen Begleitung ist bei mir das Gespräch. In angenehmer und ruhiger Umgebung können wir ihre Anliegen, Ängste und Erlebnisse erörtern und diskutieren. Vertrauen und gegenseitiger Respekt sind eine Selbstverständlichkeit.

Entstehung

Die klassische Gesprächspsychotherapie wird auch klientenzentrierte Psychotherapie genannt und ist ein wissenschaftlich im Rahmen des deutschen Psychotherapeutengesetzes anerkanntes Verfahren. Es wurde von Carl Rogers in den 60er Jahren entwickelt und zählt zu den humanistischen Therapieverfahren. Im Vordergrund steht die bedingungslose und wertfreie Annahme des Klienten.

Warum Gesprächstherapie als Basis?

Das Gespräch als Basis jeder Form von psychotherapeutischer Hilfe ist in meinen Augen unumgänglich. Immer wieder höre ich in meinen Sitzungen die Beschwerden der Menschen, der ehemalige Psychotherapeut hätte eigentlich nur zugehört. Psychotherapie lebt von einer "lebhaften" Diskussion, ja gelegentlich sogar Disputation. Beide Gesprächspartner kommunizieren auf Augenhöhe. Das therapeutische Gespräch ist aus meiner Sicht ein Zusammenspiel aus Feedback, Zuhören, Nachhaken, Konfrontieren, Mut machen und Verwirrungen entknoten. Dazu gehören natürlich auch Momente des Schweigens, aber auch Momente des Humors, der in meinen Augen bei keiner Psychotherapie der Welt fehlen darf.

Was ist "integrative" Gesprächstherapie?

Die klassische Form der Gesprächspsychotherapie basiert auf Zurückhaltung des Therapeuten, der Klient soll reden.

Mein gesunder Menschenverstand und meine Erfahrung zeigen mir, das dies alleine nicht ausreicht.

In der Realität sind Anliegen und Probleme eingebettet in ein System. Dazu gehört Ihr Lebensumfeld, Mitmenschen, Ihre Lebensgeschichte, Wünschen, Denkweisen und Erfahrungen.

Dieses System möchte ich verstehen.

Bislang reden wir ausschließlich über kognitive Prozesse. Emotionale, körperliche und unterbewusste Prozesse gehören zur Integrativen Gesprächstherapie für mich mit dazu.

Integrativ bedeutet den Einsatz folgender Elemente in das Gespräch:

  • kognitive Verhaltenstherapie
  • lösungsfokussierte Kurzzeittherapie
  • tiefenpsychologische Techniken
  • emotionsfokussierte Klopftechnik (EFT)

Wie wirkt Gesprächstherapie?

Das Gespräch mit engen Freunden und Familienangehörigen wird immer subjektiv sein. Häufig hört man gutgemeinte Ratschläge, die einen in den meisten Fällen nicht weiterhelfen. Zum anderen können Ihre Sorgen das private Umfeld überfordern.

Das neutrale Gespräch mit einem erfahrenen Therapeuten gibt objektive Struktur, Reflexionsmöglichkeiten und gelegentlich "paradoxe" Interventionen, die Sie zum intensiven Nachdenken über Ihre Situation bringen werden. Hinzu kommen Techniken zur Beeinflussung Ihrer Gedankenautomatismen.

Verändert wird nur, was Sie selbst verändern wollen

Ein Erfolg kann sich schneller einstellen, wenn Sie bereit sind, an sich selbst zu arbeiten. Dazu gehört auch, dass Sie mir im Gespräch keine wichtigen Informationen vorenthalten.

EFT©-Klopftherapie

Therapeutisches Klopfen eines Fingers auf die Handkante

Durch die besondere Klopftechnik werden belastende Denk-, Fühl- und Verhaltensmuster durch eine Verstörung neuronaler Netzwerke verändert. Damit können negative Gedanken und Blockaden abgebaut und positive Gedanken aufgebaut werden.

Entdeckung des Phänomens "Klopfakupressur"

Einer der ersten Begründer von Klopftechnik war der amerikanische Psychotherapeut Roger Callahan, der seine Technik "Though Field Therapy TFT®) nannte und in erster Linie als bahnbrechende Therapietechnik für PTBS und Traumata von Kriegsveteranen einsetzte. Etwas später machte der amerikanische Ingenieur Gary Craig die gleichen Beobachtungen und nannte seine seit einigen Jahren weltweit geschützte Technik EFT®. Craig entwarf Ablaufmuster für eine Vielzahl an Krankheiten und Störungen. Craig begründete die Wirkungsweise ebenfalls mit der Aktivierung von Energiebahnen durch Beklopfen definierter Akupressurpunkte. Zwei deutsche Wissenschaftler, die sich intensiv mit Klopftherapie auseinandersetzten, sind Dr. Rainer Franke (MET®) und Dr. Michael Bohne (PEP®).

Welchen Nutzen bringt Ihnen Klopftherapie ?

Ich habe während meiner Ausbildungen stets nach Techniken gesucht, um negative Gedanken effektiv zu verarbeiten. Klopftechnik begeisterte mich von Beginn an wegen seiner Einfachheit und Effektivität. Einmal erlernt, können Sie dieses Verfahren auch selbst anwenden, um ohne fremde Hilfe ein Regulationswerkzeug zu besitzen.

Breites Einsatzgebiet

Diese Technik wird in einem therapeutischen Gesamtkontext eingebunden und punktuell zur Verarbeitung belastender Gefühle und Gedanken eingesetzt.

Das Einsatzspektrum ist groß und beinhaltet auch das Lösen unbewusster Blockaden, die einer Verarbeitung im Wege stehen. Dies können Loyalitäten zu seinen Eltern oder anderen Personen sein, Schuldgefühle oder einer Regredierung des Alters in bestimmen Situationen als Schutzmechanismus.

Gefühle, die mit EFT® behandelt werden können:

  • Angst
  • Wut
  • Trauer
  • Hilflosigkeit
  • Scham
  • Ekel
  • Kleinheit / Minderwertigkeit

Auszug einiger Gedanken, die mit EFT® behandelt werden können:

  • "Wenn ich friere, werde ich krank"
  • "Wenn ich meinen Chef sehe, fühle ich mich klein"
  • "Meine Eltern sind arm, ich darf nicht reich werden"
  • "Ich fahre kein Auto, weil Stau unerträglich wäre"
    "Ich muss gut sein und darf keine Fehler machen"
  • "Ich bin ein schlechter Mensch"
  • "Ich bin krank, weil mein Herz stolpert"
  • "Ich bin an ... Schuld"
  • u.v.m.

Werden solche Gedanken häufig gedacht, wird der Körper reagieren und die befürchteten Symptome real entwickeln. Chronifizierung droht, wenn Sie von der Falschheit der Gedanken nicht überzeugt sind.

Wie läuft eine Klopfbehandlung ab?

Das Klopfen findet bei mir im Sitzen statt. Zunächst erkläre ich Ihnen den Ablauf, wir suchen und finden den Leitsatz, der Ihr Thema, Ihr Gefühl oder Ihren Gedanken trefflich repräsentiert.

Zunächst werde ich überprüfen, ob der gefundene Satz auch wirklich Ihre Angst repräsentiert, indem ich Sie bitten werden voll und ganz in das Gefühl einzutauchen und Ihre Wahrnehmungen zu beschreiben.

Dies ist der Moment des größten Schmerzes, seelisch und körperlich! Nicht selten beginnen Arme und Beine an zu Zittern, die Brust schnürt sich ein, der Puls macht sich bemerkbar, Emotionen treten ans Tageslicht. Diese Abreaktionen sind im therapeutischen Setting, gerade bei traumatisierenden Themen, von hoher Bedeutung. Der verkörperte Schmerz wird und darf jetzt wahrgenommen werden. Ich bin bei Ihnen und begleite Sie durch diesen Prozess.

Das Finden des richtigen Leitsatzes ist die große Herausforderung in der therapeutischen Arbeit.

Es wird so oft wiederholt, bis Sie schon während des Durchganges eine spürbare Veränderung wahrnehmen.

Klopftechnik und Wissenschaft

Es gibt zur Zeit neue wissenschaftliche Untersuchungen über die Wirkung von Klopftechnik bei traumatisierten Patienten mit PTBS und Panikstörungen. Im www finden Sie darüber weitere Informationen

Scroll to top