Angstbehandlung

Eine Angstbehandlung beginnt immer mit einer Analyse Ihrer Vergangenheit. Gespräche über Ihre Befürchtungen und Bewertungen folgen. Ihre Lebensumstände werden untersucht, inwiefern sie Emotionen auslösen oder verstärken.

 

Parallel werden falsche und belastende Glaubensmuster verändert. Dies ist die wichtigste Phase der Veränderung. Individuelle  Interaktionstrainings ergänzen das Angebot.

 

Legen wir die Basis für einen Neubeginn Ihrer Lebenseinstellung in Ihrem Tempo mit Gedanken, die Ihnen Kraft, Gelassenheit und Vertrauen schenken. Ich stehe Ihnen während der gesamten Behandlung mit Rat und Tat zur Seite.

Kleine Pflanze in Hand. Wachstum

Was sind Ängste?

Menschen mit Angst- und Panikstörungen stecken in einem Kreislauf, der sie immer weiter in ihrem Leben einengt. Viele  werden von ihren Ängsten überflutet und meiden deshalb Situationen und Orte, in denen sie ihren Gefühlen ausgeliefert sind. Neben dem Gefühl von "Angst" kommen häufig zusätzliche Symptome vor, wie Schwitzen, Schwindel, Atemnot, Brustenge, Unruhe, Schlafprobleme und depressive Verstimmungen. Um Ängste besser zu verstehen, stelle ich die beiden  wichtigsten Theorien kurz vor: 

 

Die Lerntheorie besagt, dass  Ängste im Laufe des Lebens durch individuelle Lernprozesse entstehen (Konditionierung).  Man  lernt als Kind und auch später auf ein Ereignis mit Gefühlen, Gedanken und Handlungsweisen zu reagieren. Häufig werden unbewusst Verhaltens- und Reaktionsweisen der Eltern oder anderen Bezugspersonen auf besondere Ereignisse übernommen.

Beispiel

Die Mutter verhält sich bei dem Erblicken einer Wespe hysterisch. Jedesmal.  Das Kind sieht das und speichert nach einiger Zeit das Verhalten der Mutter ab.  Nach dieser Theorie kann das Gefühl von Angst als Reaktion auf ein äußeres Ereignis auch wieder verlernt werden. 

 

Eine andere Angsttheorie behauptet, dass die Vorwegnahme negativer Konsequenzen zu Angst führen kann.

Beispiel:

Als Kind trauen sie sich wenig zu, da Sie negative Konsequenzen von Ihren Bezugspersonen befürchten. Also meiden Sie solche Situationen demnächst. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Auseinandersetzung mit Gleichaltrigen, bei der Sie einmal einen Rückschlag erleiden mussten.  Aus Furcht vor weiteren Rückschlägen (hier: Auslachen, Bevormundung, Gefühl von Kleinheit) meiden Sie in Zukunft solche Situationen. Angst entspricht hier einer sogenannten "gelernten Hilflosigkeit".

 

Formen von Angst

 

Generalisierten Angststörung: Das ist eine umfassende anhaltende Angst, die nicht auf bestimmte Situationen in der Umgebung beschränkt ist, sondern von ständigem Besorgtsein, dass etwas passieren könne. 

 

Soziale Phobie: Die Angst vor Aufmerksamkeit, Beobachtung und Blamage. Die übertriebene Schüchternheit. Betroffene haben Angst, prüfend von anderen Menschen betrachtet zu werden.  

 

Agoraphobie: Diese Angst bezeichnet das Vermeiden von Menschenmengen, öffentlichen Plätzen oder anderen Orten, von denen keine Fluchtwege bestehen. Befindet man sich in einer Situation, aus der man fliehen möchte, aber aus äußeren Gründen bleiben muss, können ähnliche Symptome entstehen, oft auch mit Schwindel und Übelkeit. 

 

Spezifische  Phobien:   Am häufigsten wohl vor Insekten, Hunden, großen Höhen, Fahrstühlen, Blut, etc. Allein der Gedanke an das Objekt oder eine Situation löst Stresssymptome und Angst aus. Das Resultat ist Vermeidung. 

 

Panikstörung / Panikattacke: Die „Panikattacke“ tritt für kurze Zeit und (scheinbar) ohne Bezug zu einer besonderen Situation auf. Wiederkehrende Panikattacken sind das wesentliche Kennzeichen einer Panikstörung, die mit heftigsten Symptomen, wie Atemnot, Brustenge, Zittern, Todesangst, höchster Unruhe einhergehen kann.

 

Für viele der genannten Symptome gibt es Wege. Manche brauchen länger, andere sind sehr rasch veränderbar. lassen Sie sich beraten.