EFT® Klopftechnik - Emotionsfokussierte Therapie

Was sagt die Wissenschaft?

Zur Zeit gibt es drei unterschiedliche "Strömungen" der Klopftechnik: EFT® von Gary Craig, PEP® von Dr. Michael Bohne und MET® von Dr. Rainer Franke. Das Grundprinzip ist sehr ähnlich. Hinsichtlich der Wirkmechanismen gibt es noch unterschiedliche Erklärungen. Ob nun die Stimulierung spezieller Akupunkturpunkte den Energiefluss in Gang setzen, durch das Klopfen bestimmte Hormone ausgeschüttet werden oder andere biochemische Prozesse stattfinden - darüber wird gestritten. Als Therapeut, der ich häufig mit emotionalen Verdrängungsphänomenen in meiner Praxis in Hagen zu tun habe, bin ich froh, über ein solches therapeutisches Mittel verfügen zu können.

 

 

Was ist den nun Klopftechnik genau?

"Klopftechnik" bezeichnet eine bifokal  (auf den Ebenen des Verstandes und(!) Körpers, bzw. Unterbewusstseins) wirkende Technik zur Bearbeitung negativer Gedanken und Gefühle. Ursprünglich als Verfahren gegen Angststörungen entwickelt, werden Klopftechniken heute für viele seelische Störungen, aber auch zur Beeinflussung körperliche Störungen, wie Schmerzen, eingesetzt. Es kann sowohl zum Abbau negativer Gefühle als auch zum Aufbau positiver Gefühle und Gedanken herangezogen werden. Durch den speziellen Prozess können im Unbewussten abgespeicherte Situationen und die damit eingeprägten Sinneseindrücke  (Gerüche von einem Brand, Geräusche von einem Unfall, Gedanken an traumatische Erlebnisse, Gefühle während eines Referats, Angst vor einem bellenden Hund als Kind, etc) entkoppelt werden. Das bedeutet, das abgespeicherte Sinneseindrücke, Gedanken und Gefühle ihre alte Prägung (meistens negativ) verlieren und neue Prägungen bekommen können. Diese werden vorher erarbeitet und stellen den anspruchvollsten Teil einer Klopftherapie dar.

 

Für wen eignet sich Klopftherapie?

Es gibt kein esoterisches Moment, also auch keine Voraussetzung, daran zu glauben. Es eignet sich daher sowohl für Frauen und Männer, gerne auch für kritische Personen und auch für Kinder, da der Prozess relativ rasch und einfach abläuft. Der Ablauf kann - sobald einmal eingeübt - auch durch Sie allein zu Hause oder am Arbeitsplatz durchgeführt werden.


Was bewirkt eine Klopftherapie?

Klopftechnik hat ein breites Einsatzspektrum. Es können negative Gefühle, Gedanken und Überzeugungen abgebaut, aber ebenso positive Affirmationen aufgebaut werden. In der Traumatherapie können schmerzvolle Emotionen relativ sanft verarbeitet werden. Belastende Gedanken verlieren allmählich an Intensität. Auch im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung und Coaching liegen Einsatzgebiete, um bspw. innere Blockaden abzubauen. In der Praxis haben sich folgende Einsatzgebiete etabliert:

 

Phobien und Ängste (diffus, akut, chronisch)

Belastende Situationen

Blockaden, Verhaltensmuster

Beziehungsprobleme

Glaubenssätze (alle Formen zu nahezu allen Themen)

 

Beispiele an häufigen Glaubenssätzen:

 

"Wenn ich friere, werde ich krank!"

"Wenn ich meinen Chef nur sehe, fühle ich mich klein!"

"Ich fahre kein Auto, denn ich könnte einen Unfall sehen!"

"Frauen dürfen nicht wütend werden!"

"Männer dürfen keine Schwächen zeigen!"

"Ich sehe hässlich aus!"

"Mir kann niemand helfen!"

"Langeweile ist schrecklich!"

 

Wie läuft Klopftherapie ab?

 

 Bevor geklopft wird, wird gedanklich das stressauslösende Ereignis imaginiert und die aufkommenden Emotionen und Körperempfindungen "wahrgenommen". Zum Zeitpunkt des größten Stresses wird nach bestimmten Regeln geklopft und die vorher gefundenen Leitsätze ausgesprochen.  Bei den Leitsätzen handelt es sich um einen oder zwei Sätze, die Ihre belastende Situation "auf den Punkt" repräsentieren. Es wird so oft wiederholt, bis Sie schon während des Durchganges eine deutliche Veränderung Ihres "Stresses" wahrnehmen. Vor und nach der Übung skalieren Sie Ihre Emotionen, um die Veränderung quantifiziert zu sehen. 

 

Manchmal, gerade bei Anfängern, die noch wenig Erfahrungen haben, lasse ich ausschließlich den Handkantenpunkt klopfen. Mir ist aufgefallen, dass viele das gleichzeitige Schauen, auf welchen Punkt sie klopfen sollen und die  Konzentration auf das Aussprechen des Satzes und! das Wahrnehmen der Gefühle während des Prozesses nicht gleichzeitig schaffen. Kein Problem, der Handkantenpunkt reicht zu Beginn auch.

 

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