Behandlung von Angststörungen und Traumata

Mutter mit Kind im Arm

Was man einmal "gelernt" hat, kann auch wieder "verlernt" werden. Leicht gesagt. Ängste können antrainiert sein, wenn im Leben kaum oder nur sehr geringe Reaktionsmöglichkeiten entwickelt wurden. Steht man vor angstauslösenden Ereignissen, gibt es drei typische Reaktionsmöglichkeiten: Flucht, Angriff oder Totstellen (hier sind wir echte Homo sapiens. Diese drei Reaktionen laufen im uralten Stammhirn ab und werden blitzschnell entschieden).   Flucht bedeutet Vermeiden aller angstauslösenden Situationen während Totstellen die völlige Verneinung von Emotionen meint. Wir setzen unsere "Alles-ist-gut-Maske" auf und leiden still weiter in der Hoffnung, dass sich unsere Umwelt auch ohne unser Zutun ändern wird. Beide Reaktionen vermeiden die wichtige Auseinandersetzung mit der Herausforderung. Anders solche Menschen, die bereits als Kind der eigenen Furcht kreativ entgegentraten. Diese als Angriff bezeichnete Handlungsalternative führt in der Regel zu Menschen, die als Erwachsene vor Herausforderungen nicht weglaufen. Auch wenn sie keine sofortige Lösung parat haben, haben sie doch gelernt, dass sie es schaffen können. Auch sie spüren Angst, sie wird aber nicht überbewertet und nicht verdrängt, sondern zeitweise akzeptiert und vom Unterbewusstsein als "lösbar" eingestuft.  Hier wollen wir hin.

 

Verdrängung von Gefühlen ist der beste Weg in eine Depression, Angst- oder Panikstörung

 

Hinzu kommen noch Glaubenssätze, die einmal von Vater oder Mutter ausgesprochen, gleichsam für sehr lange Zeit im Unterbewusstsein des Kindes abgespeichert sein können. Sie tragen zusätzlich zu einer negativen Einschätzung von Situationen bei. So werden Ängste, manchmal sogar ganze Lebenseinstellungen von Oma und Opa an die Kinder und ihre Kinder weitergegeben. Klassisches Beispiel: Jemand denkt in einer Prüfung an die Worte seiner Eltern aus früher Kindheit, dass "aus dir sowieso nichts wird". Dieser Satz wirkt im Unterbewusstsein und kann dazu führen, dass z.B. bei Prüfungen diese Affirmation erfüllt wird, z.B. durch eine Denkblockade oder das zu frühe Aufgeben. 

Traumatisierend wirkende Ereignisse, wie Unfälle, Misshandlungen, Miterleben der eigenen Hilflosigkeit angesichts Naturkatastrophen sitzen tief im Unterbewusstsein. Je nach Schweregrad beeinflussen Sie Stimmungen und ganze Lebensabläufe. Die mit den Erlebnissen verbundenen Gefühle, meist Angst und Scham werden aus Furcht vor "Fühlenmüssen" des damit zusammenhängenden Schmerzes verdrängt. Abspaltungsphänomene, Isolation und Stimmungsschwankungen sind häufige Resultate bei nicht verarbeiteten Traumata. Betroffene haben Probleme in Partnerschaften und meiden soziale Kontakte.

In einer Therapie bei Trauma und Angst geht es in erster Linie darum, Ihre Emotionen offen wahrzunehmen. Ich begleite Sie dabei in Ihrem Tempo. 

 

Kognitive Ansätze verdeutlichen Ihnen Zusammenhänge.  Problem ist, dass Sie vermutlich die Ursachen Ihrer Probleme längst wissen, dennoch an alten Gewohnheiten und Mustern festhalten. Hierfür ist es erforderlich, dass auch Ihr Unterbewusstsein von neuen Denk- und Handlungsweisen überzeugt wird. Dazu arbeite ich mit Techniken, die den sogenannten "inneren Kritiker" überwinden und vorbei am Gehirn direkt mit dem Unterbewusstsein kommunizieren. Die älteste Methode hierfür ist wohl die Hypnose. Daneben haben sich EMDR und die emotionsfokussierte Technik EFT® etabliert. Parallel dazu entwickelten sich die Klopftechniken PEP von Dr. Bohne und MET von Dr. Franke, die im Grunde die gleichen Wirkmechanismen haben.

Ängste und andere belastende Emotionen haben die Eigenschaft, durch bestimmte Situationen getriggert (ausgelöst) zu werden. Es wird Teil unseres gemeinsamen Prozesses sein,  Ihre Auslöser zu finden und die damit zusammenhängenden Gedanken zu "überschreiben".  

 

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