Verhaltenstherapie

Die (kognitive) Verhaltenstherapie ist eine psychotherapeutische Behandlungsmethode, die auf der Annahme basiert, dass unsere Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen miteinander verknüpft sind. In der KVT geht es darum, negative Denkmuster und Überzeugungen zu identifizieren und zu ändern, um positive Veränderungen im Verhalten und emotionalen Wohlbefinden zu bewirken. Sie zielt darauf ab, ungesunde Denkmuster und Verhaltensweisen zu erkennen und durch rationalere  Gedanken zu ersetzen. Die KVT setzt sich aus einer Vielzahl an Methoden zusammen. Einige, die in meiner Praxis zur Anwendung kommen können:

Kognitive Umstrukturierung

Kognitive Umstrukturierung ist eine effektive psychologische Technik, die darauf abzielt, negative Denkmuster zu identifizieren und zu verändern. Indem wir uns bewusst machen, wie unsere Gedanken unsere Gefühle beeinflussen, können wir destruktive Denkgewohnheiten erkennen, hinterfragen und durch positivere Perspektiven ersetzen. Diese Methode, oft in der kognitiven Verhaltenstherapie verwendet, hilft Menschen, mit Stress, Angst und anderen emotionalen Herausforderungen umzugehen. Durch die bewusste Gestaltung unserer Gedanken können wir positive Veränderungen im emotionalen Wohlbefinden und im täglichen Leben erreichen. Sie ist sozusagen der Inbegriff für KVT.

Narrative und imaginative Expositionstherapie

Die narrative Expositionstherapie ist eine gut erprobte Methode zur Bearbeitung der akuten Belastungsreaktion und der posttraumatischen Belastungsreaktion. Sie wird auch zur Therapie bei komplexen Traumatisierungen nach Misshandlung in der Kindheit eingesetzt. Es geht um das Erzählen der Ereignisse unter Anleitung des Therapeuten, sodass bislang fragmentierte Gefühle und Erinnerungen neu strukturiert werden. Zu dieser Therapieform existieren umfassende klinische Untersuchungen und umfangreiche, erprobte Manuale. Die Exposition (Erzählen des Erlebten) wird nach einem bestimmten Schema gelenkt in dem Tempo und Intensität, wie es für Sie angenehm ist.

Heilung des Inneren Kindes - IRRT

IRRT, oder "Imagery Reprocessing and Rescripting Therapy", ist eine Art Therapie, die Bilder und Vorstellungen verwendet, um negative Erlebnisse aus der Vergangenheit zu verarbeiten. Hier sind einige Schlüsselkonzepte:

  1. Bildliche Vorstellungen: In der Therapie werden mentale Bilder oder Vorstellungen von belastenden Ereignissen aus der Vergangenheit hervorgerufen. Dies können traumatische Erinnerungen oder negative Erfahrungen sein.
  2. Umstrukturierung von Gedanken: IRRT zielt darauf ab, die Art und Weise zu verändern, wie wir diese belastenden Bilder wahrnehmen. Durch die Neugestaltung der Gedanken und Bilder versucht die Therapie, negative Emotionen zu reduzieren und positive Veränderungen herbeizuführen.
  3. Heilung durch Vorstellungskraft: Die Vorstellungskraft wird genutzt, um eine positive Veränderung in Bezug auf vergangene traumatische Ereignisse zu schaffen. Dies kann dazu beitragen, emotionale Wunden zu heilen und die Bewältigungsfähigkeiten zu stärken.
  4. Selbstheilung fördern: IRRT strebt danach, Selbstheilungskräfte zu aktivieren, indem es Menschen dabei unterstützt, ihre eigenen Ressourcen zu erkennen und zu nutzen, um mit schwierigen Situationen umzugehen.

Insgesamt zielt IRRT darauf ab, durch die Veränderung von mentalen Bildern und Gedanken eine positive Neugestaltung von belastenden Erfahrungen zu erreichen und somit zur Heilung von emotionalen Wunden beizutragen

Emotionsfokussierte Therapie: Die EFT-Klopftechnik

Klopftechnik hört sich seltsam an, das gebe ich zu. Einer der ersten Begründer von Klopftechnik war der amerikanische Psychotherapeut Roger Callahan, der seine Technik „Though Field Therapy TFT® nannte und als bahnbrechende Therapietechnik für PTBS von Kriegsveteranen aus dem Vietnamkrieg einsetzte. Mittlerweile ist die ursprüngliche Akupunktur-Meridian-These umstritten. Es gibt neuere Begründungen, die neurowissenschaftlich argumentieren.

Welchen Nutzen bringt Klopftherapie für Sie?

Klopftechnik kann Emotionen und Gedanken auf mehreren Ebenen beeinflussen. Sie können dieses Verfahren auch selbst anwenden, um ohne fremde Hilfe ein Regulationswerkzeug zu besitzen.

Beispiele für Emotionen, die mit EFT® behandelt werden können:

  • Angst
  • Zwang
  • Wut
  • Trauer
  • Scham
  • Ekel

Auszug einiger Gedanken, die mit EFT® verändert werden können:

  • „Meine Angst vor Wasser“
  • „Wenn ich meinen Chef sehe, fühle ich mich klein“
  • „Ich bin schlecht und schuldig“
  • „Ich fahre kein Auto, weil Stau unerträglich wäre“
    „Ich muss gut sein und darf keine Fehler machen“
  • „Ich bin krank, weil mein Herz stolpert“

Werden solche Gedanken häufig gedacht, wird der Körper reagieren und die befürchteten Symptome möglicherweise real entwickeln. Chronifizierung droht, wenn Sie von der Falschheit der Gedanken nicht überzeugt sind.

Wie läuft eine EFT-Behandlung ab?

Zunächst erkläre ich Ihnen den Ablauf, wir suchen und finden einen Leitsatz, der Ihr Thema trefflich repräsentiert. Wenn Sie in diesen Gedanken „eintauchen“ ist der Moment des größten emotionalen Empfindens! Nicht selten beginnen Arme und Beine an zu Zittern, weitere körperliche Symptome können auftreten. Diese Abreaktionen (oft Zittern) sind im therapeutischen Setting wichtig und erwünscht. Ich bin bei Ihnen und begleite Sie durch diesen Prozess.

Klopftherapie und Wissenschaft

Verband für Klopfakupressur e.V., Link hier

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